Ein Gerüst – der Helfer für viele Zwecke

31-BHTWI0fL.jpgGerüst ist nicht gleich Gerüst, denn sie können für unterschiedliche Arbeiten verwendet und somit auch angepasst werden. Um die Unterschiede festzulegen, wurden sie in verschiedene Klassen eingeordnet, so gibt es zum Beispiel Gerüste der Klasse 1 und Gerüste der Klasse 2.

Unterscheiden tun sich beide Klassen in den Breiten der Beläge sowie auch beim zulässigen Gesamtgewicht. So hat zum Beispiel die Gruppe 1 einen Belag von 50 Zentimeter, die Klasse 2 einen Belag von mindestens 60 Zentimeter oder sogar breiter.

Es gibt aber auch noch höhere Klassen, so ist auch Klasse 3 möglich, wobei hier die Gesamtlast 200 Kilogramm pro Quadratmeter betragen darf. Diese Gerüste zeichnen sich dadurch aus, dass unterschiedliche Baustoffe gut auf ihnen zwischengelagert werden dürfen. Die Klasse 3 wird vornehmlich zum Dachdecken, Malerarbeiten oder einem gesamten Neubau genutzt, da es hier nichts ausmacht, auch einmal mehrere Betonsäcke oder Dachziegel auf ihnen zu lagern.

Zu den verschiedenen Gerüstarten gehören zum Beispiel:

  • Raumgerüst
  • Arbeits- und Schutzgerüst
  • Fassadengerüst
  • Dachgerüst
  • Blitzgerüst
  • Rollgerüst
  • Hängegerüst
  • Traggerüst

Auch bei den Gerüstsystemen kann gewählt werden, darunter befinden sich:

  • Modulgerüst
  • Rohrkupplungsgerüst
  • Rahmengerüst
  • Holzgerüst

Gerüste bestehen in der Regelauchunterschiedliche Materialien, das kann Aluminium sein, wobei diese am meisten genutzt werden, da sie relativ leicht sind. Sie können zudem schnell Auf- und abgebaut werden und so sind sie meistens in Gebieten zu finden, wo neue Häuser gebaut werden oder wo Fassaden bearbeitet werden müssen.

Schnellbaugerüste können ebenfalls, wie der Name schon sagt, schnell aufgebaut werden. Zudem besitzen sie ein bestimmtes System, wo es fast nicht möglich ist, Fehler bei der Montage zu machen. Allerdings müssen diese Gerüste in regelmäßigen Abständen zu einer Art von TÜV, hier heißt es fachmännisch „ Gefährdungsbeurteilung“. Diese Beurteilungen sind in erster Linie dazu da, damit keine Arbeiter, die sich auf dem Gerüst befinden gefährdet werden.

Das Dachgerüst

Ein Dachgerüst sieht eher aus, als wenn zwei Leitern verschraubt wurden. Diese Gerüste werden in der Vielzahl mit Hebebühnen verwendet, auf denen sich Dachdecker bewegen. Durch die Hebebühne ist es möglich, sie runter oder rauf zu fahren, um somit die Arbeiten auf dem Dach zu erleichtern. Waren diese Gerüste in der Vergangenheit aus Holz hergestellt worden, sind sie heute aus Aluminium, denn hierbei wird ebenfalls das geringe Gewicht geschätzt. Stahl kam als Material nicht in Frage, denn Alu ist lange nicht so rostanfällig wie Stahl.

Dieses Gerüst kann speziellen Dachformen gut angepasst werden und ist dadurch bedingt universell einsetzbar. Es gibt aber noch einen weiteren Vorteil, denn Dachgerüste werden in der Regel als Baukastensatz verkauft und dadurch können sie auch gut in kleineren Fahrzeugen transportiert werden.

Das Fassadengerüst

Kein anderes Gerüst wird so oft genutzt wie das Fassadengerüst. Die Gerüste gibt es sowohl aus Aluminium wie auch aus Stahl. Die Alu- Gerüste sind zwar leichter, aber dafür auch etwas kostspieliger und kommen nur in Frage, wenn sie häufig genutzt werden. Die Gerüste bestehen aus verschiedenen Kupplungen und Winkeln, die beim Aufbau miteinander verbunden werden. Das Fassadengerüst kann sowohl als festes Gerüst, als auch als Fahrgerüst gekauft werden. So ist es möglich, zwischen verschiedenen Baustellen zu pendeln.

Auch bei kleineren Unternehmungen an privaten Gebäuden kann ein Fahrgerüst eingesetzt werden. Sie bieten einige Vorteile, die bei anderen Gerüsten entfallen. Das Gerüst kann schnell auf Böden die eben sind vor- und zurückgesetzt werden. Es kann schnell Auf- und abgebaut werden und ist dadurchvielseitig nutzbar, zum Beispiel bei einer Dachrinnenreinigung ist es von Vorteil.

Hänge- und Modulgerüste

Hängegerüste werden in der Regel auch für Fassadenarbeiten genutzt, da sie aber, wie ihr Name schon sagt gehängt werden, sind sie nicht so vielseitig einsetzbar. Die Trittplatten hängen entweder an Ketten oder Haken oder sogenannten Systemteilen.

Das Modulgerüst kann zusammen mit anderen Gerüstarten genutzt werden. Sie verfügen über regelmäßige Knotenpunkte und sind somit mit anderen Gerüsten durchaus kompatibel. Sie haben eine außerordentlichhohe Belastbarkeit und gehören mit zu den am meisten genutzten Gerüsten überhaupt.

Andere Gerüstarten

Eine weitere Gerüstart ist das Raumgerüst, das immer für Innenarbeiten genutzt wird. Vornehmlich werden die Gerüste zum Industriebau und in anderen Räumlichkeiten eingesetzt. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie hoch gebaut werden können und trotzdem nicht instabil sind.

Zu den bekanntesten Gerüstarten gehört sicher auch das Schutzgerüst. Es ist größtenteils dazu geeignet, Personen oder spezielle Gegenstände und Anlagen abzudecken. Sie bieten Schutz vor Dingen, die herabfallen können und sind deshalb mit einer dicken Folie versehen. Sie können ganze Bauten oder Bauteile absichern und werden oft in Großstädten eingesetzt, besonders wenn es um Passagen geht, die viel von Fahrzeugen und Personen benutzt werden.

Auch Gerüstegehören zu den Gegenständen, die mit DIN- Nummern versehen sein können, die entsprechende Nummer ist DIN 4420. Bei diesen gekennzeichneten Gerüsten müssen alle Abmessungen zu einhundert Prozent stimmen. Bei einem Rahmengerüst müssen senkrechte und//oder waagerechte Tragglieder als Rahmen dienen. Bei den Modulgerüsten müssen die entsprechenden Knotenpunkte für andere Gerüste stimmen, damit sie in andere Gerüste eingegliedert werden können. Die DIN- Nummern sind außerordentlich wichtig, denn nur Gerüste die diese aufweisen, tragen zu keiner Gefährdung für Personen bei.

Weit verbreitet ist heute ist auch das Blitzgerüst, denn es kann nicht nur platzsparend aufbewahrt, es kann auch leicht transportiert werden. Es kann zudem schnell und einfach aufgebaut werden und hat trotzdem eine sehr sichere Standhaftigkeit. Besonders bei Privatpersonen ist diese Gerüstform besonders beliebt, weil die verschiedensten Tätigkeiten mit ihnen durchgeführt werden können.

Zudem können Blitzgerüste mit anderen Gerüsten erweitert werden. Sie sind einfach ausgestattet und bieten doch Sicherheit und sie bestehen aus einem Geländer, einem Bordbrett, einem Gerüstboden, sowie aus einem Stellrahmen, einer Diagonalen und einer Fußspindel. Der einzige Nachteil ist bei einem Blitzgerüst, das es nicht in beliebiger Höhe genutzt werden kann, wenn keine zusätzliche Verankerung vorhanden ist. Auch wenn das Gerüst allein aufgebaut werden kann, sollte es vor einer Nutzung immer von einem erfahrenen Gerüstbauer überprüft werden.

Soll ein Haus gestrichen oder eine Fassade ausgebessert werden, ist ein Rollgerüst die beste Alternative. Es kann leicht verschoben werden und ist so ein mobiles Arbeitsmittel, von wo aus auch Regenrinnen gesäubert werden können. Die Rollen sind entweder fest verankert oder frei beweglich. Beim Kauf sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die Rollen immer über Feststellbremsen verfügen.